Sport und Bewegung tun gut und fördern die Gesundheit. Doch wer sich einmal überlastet und etwa eine neue, intensive Sportart ausprobiert hat, kennt vielleicht das darauffolgende Krankheitsgefühl, das über einen Muskelkater hinausgeht. Wissenschaftler begründen das mit dem sogenannten
Open-Window-Effekt. Wir erklären, was es damit auf sich hat und geben Tipps, wie man den Effekt verhindern kann.


Starke Belastung kann Immunabwehr schwächen
Grundsätzlich stärken und trainieren Bewegung und moderater Sport wie etwa Ausdauersport das Immunsystem. Doch zeigen auch, dass bei starker Überlastung der gegenteilige Effekt eintreten kann. Viren und Bakterien haben nach hoher Trainingsbelastung oder starken psychischen Belastungen –
wie Stress – leichtes Spiel. Etwa drei bis zwölf Stunden nach einem sehr anstrengenden körperlichen Training besteht ein erhöhtes Risiko für Infektionskrankheiten. Die kalte Jahreszeit kann diesen Effekt begünstigen. Nach starker Belastung entsteht eine sogenannte immunologische Lücke.
Das Immunsystem ist geschwächt. Der Grund: Intensives Training bedeutet Stress für den Körper. Dabei werden Hormone wie Adrenalin, Cortisol und Noradrenalin freigesetzt, die die Immunabwehr senken.


So hat der Open-Window-Effekt keine Chance 

  • Planen Sie Ruhepausen ein: Sorgen Sie zwischen dem Training für Erholungspausen und ausreichend Schlaf in der Nacht. Sinnvoll sind maximal drei intensive Sporteinheiten in der Woche. Trainieren Sie außerdem niemals bei starkem Krankheitsgefühl, etwa wenn Sie Fieber haben – sonst droht
    eine Herzmuskelentzündung. Ratsam ist es auch, im Alltag zu vermeiden.
  • Verhindern Sie eine Auskühlung: Tragen Sie nach einem schweißtreibenden Training trockene, warme Kleidung und wärmen Sie sich mit einer heißen Dusche auf.
  • Achten Sie auf Ihre Ernährung: Damit der Körper leistungsfähig ist und bleibt, sollten Sie ausreichend trinken, auf Alkohol verzichten und nährstoffreich essen – wichtig sind nach intensivem Sport vor allem Kohlenhydrate und Eiweiße.