Jetzt beginnt die Erdbeersaison in Deutschland. Bis Ende Juli werden hierzulande etwa 150.000 Tonnen geerntet.

Erdbeeren schmecken nicht nur herrlich süß und saftig, sie sind auch sehr gesund. Wussten Sie z. B., dass Erdbeeren mehr Vitamin C enthalten als Zitronen? Tatsächlich stecken in 100 Gramm rund 64 Milligramm (mg), in Orangen und Zitronen dagegen nur jeweils 50 mg. So reichen bereits fünf bis sechs Erdbeeren aus, um den gesamten Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin C – laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung 100 mg – zu decken. Weiteres Plus: Mit nur 32 Kilokalorien pro 100 Gramm sind Erdbeeren ein wunderbar leichter Sommersnack.


Wunderwerk Erdbeere
Von allen Beerensorten haben Erdbeeren zudem die höchste Konzentration an Ellagsäure (bis zu 50 mg/100 g Beeren). Dieser sekundärer Pflanzenstoff unterdrückt entzündungsfördernde Enzyme wie etwa COX-2: Dieses Enzym ist bei mindestens einem Dutzend verschiedener Krebsarten in großen Mengen nachweisbar (z.B. Brustkrebs, Lungenkrebs, Darmkrebs). Die Antikrebs-Wirkung wurde schon in mehreren Studien nachgewiesen. 

Frisch gepflückt, ist die Erdbeere außerdem ein ideales Anti-Schmerzmittel – vor allem gegen Kopfschmerzen. Die kleine Frucht enthält nämlich eine natürliche Substanz mit dem Namen Methylsalicylsäure. Diese pflanzliche Säure wird nach oraler Aufnahme zu Salicylsäure umgewandelt – dem Vorläufer des Wirkstoffs in Aspirin. 10 bis 15 Erdbeeren können daher sogar leichte Kopfschmerzen vertreiben. 

Einziger Wermutstropfen: Etwa fünf bis sechs Stunden, nachdem die Erdbeeren gepflückt sind, lassen Aroma und Wirkstoffe langsam nach. Daher empfiehlt sich der Kauf vom Markt oder den verschiedenen Verkaufsständen, die jetzt wieder in einigen Städten aufgestellt werden. Hier werden die Erdbeeren in der Regel nur frisch angeboten. Als Faustregel gilt: Je intensiver die Farbe ist, desto mehr und wirksamer sind die Inhaltsstoffe in der Frucht. Aber woran erkenne ich, ob die Erdbeeren auch wirklich frisch sind? 

Gute Qualität erkennt man an der rot-glänzenden Farbe sowie einem kurzen, festen Stielansatz und den frischen, grünen Kelchblättern. Sind die Blätter dagegen trocken und schlapp, liegen die Früchte schon länger im Laden. Extra-Tipp: Da Erdbeeren im Gegensatz zu vielen anderen Früchten nicht nachreifen, sollte man auch nur die wirklich roten Beeren nehmen. Großzügig nebeneinander gelegt halten sich die Beeren im Kühlschranks dann 2 bis 3 Tage.